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The Sofa-Warrior


Da wir am Weltgeschehen wenig bis nichts ändern können und da wir nicht verhindern können, was geschieht, beteiligen wir uns – anstatt zu klagen – bewusst energetisch an den kollektiven Prozessen und setzen auf diese Weise das Unsere dagegen, um dabei zu helfen, die friedliche Welt zu erschaffen, die wir alle uns wünschen.

Mein Rat im Bonmot des Monats lautet:

Sei informiert!
Aber visualisiere stets nur das Gute und Schöne, nicht das, was das Weltgeschehen uns befürchten lässt.
So stärkst du jederzeit den Frieden.


Auf diese Weise erreichen wir nämlich die individuell und kollektiv heilsame, innere Wandlung vom "worrier" zum "warrior".

Der Begriff "worrier" leitet sich ab vom englischen Verb "to worry" – sich Sorgen machen. Bekanntermaßen bringt das Sich-Sorgen-Machen mit sich, dass man seine Gedanken und Gefühle auf das richtet, was man eigentlich gar nicht will. Es ist also eine, im Prinzip machtvolle, Konzentration auf das Ungewünschte.

"Warrior" bedeutet Krieger. In diesem Fall Krieger des Friedens, auch wenn dies in sich absurd erscheint, weil das Wort Krieg ("war") darin vorkommt. Es mag nun dahingestellt sein, inwiefern wir als warrior, als Krieger, überhaupt dem Frieden dienen können. Ich behaupte, dass es möglich ist, da wir unsere Mars-Kräfte, d.h. die eigene Willenskraft dem Guten zuwenden. Somit verteidigen und bekräftigen wir bewusst gewollt das Schöne... Denn wir tun das ja nicht auf aggressive, sondern auf überaus friedliche und harmonische Weise. Wir stellen uns nicht etwa vor, wie wir das Böse bekämpfen und vernichten, sondern setzen einfach das Gute entgegen, indem wir alle erdenklichen Visionen vom Besten – wie z.B. der Schönheit und Unberührtheit der Natur, dem friedvollen Zusammenleben in Akzeptanz und Toleranz und alles übrige Wunderbare – vor unserem inneren Auge entstehen und sich ausdehnen lassen.
In der hawaiianischen Lehre vom Huna weiß man, dass die persönliche Kraft immer dahin geht, wo die Gedanken und Gefühle sind. Das bedeutet, dass wir eben damit stets entweder das Gute oder das Schlechte stärken. Und es weist darauf hin, dass wir die Wahl haben, wohin und worauf wir unsere mentalen und emotionalen Energien richten.
Von dieser Wahl Gebrauch zu machen, bedeutet in der Moderne, Kants Aufforderung endlich Folge zu leisten, der uns als Kollektiv mit seinem ewig nachhallenden Motto der Aufklärung "Sapere Aude" bereits 1784 dazu ermutigte, unseren Verstand zu gebrauchen.

Die typische Kritik, die ich für meine weisen Ratschläge von politisch Informierten erfahre, ist die Behauptung, man würde mit dieser Technik lediglich verdrängen, was an Wahnsinn "da draußen" vor sich geht. Anstatt sich wirklich kämpferisch gegen diese Realität zu stemmen, würden derart "spirituell" Denkende sich in Wahrheit davor verstecken und keine Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen, schon gar nicht würden sie jemals einen Wandel bewirken, wenn sie den Kopf derart feige in den vermeintlich heiligen Sand stecken.

Dass das Gegenteil wahr ist, zu diesem Schluss kam der indische Widerstandskämpfer, Philosoph und Weise Sri Aurobindo, als er nach Jahren des aktiven politischen Widerstands aufgrund seines erweiterten Bewusstseins erkannte, dass passiver Widerstand durch Meditation wesentlicher effektiver ist. Seine Überzeugung wurde in den Siebzigerjahren von anderen wissenschaftlich und messbar bewiesen, als man der Welt den sogenannten Maharishi-Effekt vorstellte. Aber man muss vielleicht wirklich ein wenig "coo coo", d.h. verrückt oder mindestens enthusiastisch, sein, um die Kraft der Gedanken und Gefühle als Tatsache anzuerkennen und deren Macht als wahrhaftig zu verstehen und als tatsächlich wirksam zu begreifen.

Bei Facebook begegnete mir neulich ein Beitrag, in dem sehr treffend festgestellt wurde, dass Menschen zweifelsfrei an das WLAN glauben (unsichtbare Wellen, die wir täglich verwenden), Energie, Frequenz und Vibration jedoch als mystischen, völlig unglaubwürdigen Quatsch ablehnen.

Es gab und gibt die Studien, in denen die Effekte, den Meditierende auf das Gesamtweltgeschehen haben, unter Beweis gestellt wurden und werden. Man hat zweifelsfrei beobachten können, dass Kriminalität, lokale und globale Konflikte oder gar Terrorismus in dem Zeitraum, in dem viele Menschen gleichzeitig gemeinsam meditieren oder beten, reduziert und abgeschwächt werden. Während großer, gleichzeitig stattfindender Gruppenmeditationen, die nicht zwingend an einen gemeinsamen Ort gebunden sind, wird eine kohärente Welle an Ruhe und Frieden erzeugt, die sich auf die gesamte Welt auswirkt. Da diese ersten Forschungen vom Institut der Transzendentalen Meditation unternommen wurden, werden die Ergebnisse nach dem Begründer der Bewegung Maharishi Mahesh Yogi benannt. Darum Maharishi-Effekt... und für normaldenkende WLAN-Nutzer äußerst zweifelhaft.

Zweifel stellen sich auch bei "Wundergläubigen" deshalb ein, weil die Bewegung der Transzendentalen Meditation, die bekannte Größen wie die Beatles und viele andere (siehe unten) zu Recht begeisterte, sich unter dem Größenwahn des Gurus zu einer fragwürdigen Sekte entwickelt hat, was aber die Tatsache, dass innere Versammlung sich energetisch auswirkt, nicht ad absurdum führt. Man darf auch in diesem Fall die Nachricht nicht mit dem Boten verwechseln – die Nachricht ist gut, denn sie entstammt altem vedischen Wissen, nur der Bote ist zweifelhaft – wie immer, wenn sich das Ego einmischt. Im Sinne der üblichen Verwendung der Aufforderung "Don’t shoot the messenger!" ist in der Regel die Nachricht schlecht und der Bote unschuldig – hier ist es umgekehrt.

Tatsächlich ist es so, dass nicht nur von Praktizierenden der Transzendentalen Meditation und den Anhängern der Lehre diese Beruhigung ausgeht, sondern von allen Menschen, die eine Methode der Meditation ausüben. Gelänge es uns also, uns tagtäglich um eine ganz bestimmte Zeit gemeinsam auf diese Weise zu versammeln, würde sich die Energie, die dabei frei wird, auf das Weltgeschehen deutlich positiv auswirken. Aber auch wenn das Meditieren in einer großen Gruppe eine so viel größere Kraft entwickelt, so ist dennoch der kleine Beitrag jedes Einzelnen, der sich tagtäglich und regelmäßig in der Stille auf das Wesentliche besinnt, nicht zu unterschätzen. Nicht nur sorgt dies in ihm für Stressreduktion und verbessert seine mentale wie physische Gesundheit, auch über sich selbst hinaus wird er durch seine innere Versammlung heilend wirken.

Ähnlich hat man die Macht der gebündelten gemeinschaftlichen Energien messbar am 11. September 2001 beweisen können, als es eine massive Terrorattacke gab und das World Trade Center zerstört wurde. Die Bestätigung, dass eine gleichzeitige, kollektive mentale und/ oder emotionale Präsenz und Fokussierung globale Auswirkungen hat, erfolgte auch hier und untermauert die Theorie der Noetik vom Global Consciousness Project (GCP). Das vom Princeton Engineering Anomalies Research (PEAR) entwickelte Forschungsprojekt, verwertet die Daten aus einem globalen Netzwerk aus Hunderten von weltweit aufgestellten, permanent aufzeichnenden Zufallsgeneratoren und erstellt daraus Statistiken, die beweisen, dass große, für alle bzw. für viele Menschen relevante Ereignisse sich an den Messgeräten abzeichnen. Die massiven emotionalen Reaktionen und die intensive kollektive Aufmerksamkeit während des damaligen Ereignisses, resultierten in einer deutlich erkennbaren Abweichung von der statistischen Zufälligkeit aller bisherigen Daten. Dies bezeugt einmal mehr, dass ein globales Bewusstsein und kollektive mentale wie emotionale Bewegungen oder Zustände die physikalischen Systeme beeinflussen.

Das bedeutet für denjenigen, der Zuhause bleibt, anstatt auf die Straße zu gehen, dass er dennoch Wesentliches zur Verbesserung der Welt beitragen kann, dass er Veränderungen zum Guten, die wir uns alle ersehnen, d.h. primär Frieden und Gerechtigkeit sowie die achtungsvolle Wertschätzung der Schöpfung, durch seine Gedanken unterstützen kann, indem er visualisiert, wie sich dies in der Realität manifestiert. Grundsätzlich bewegen wir uns beim Fühlen, Denken und Wünschen immer im Raum der Gegenwart. Das bedeutet, dass wir unsere Projektionen nicht auf die Zukunft beziehen, sondern uns alles, was sein soll, als bereits existent vorstellen. In Wahrheit ist dies ja der Fall, nur dass wir "zu dicht" sind und zu undurchlässig, um das Wunder zuzulassen. Öffnen wir uns also vollends den schönen Bildern und gehen wir im Paradies spazieren.


Bild von Govi Asano

Um es noch einmal mit Gandhis Worten zu sagen: Sei die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst. Damit sind wir beim Alltagsgeschehen. Während wir uns zum Zwecke der Meditation von der Welt zurückziehen und uns für eine gewisse Zeit des Tages in der Stille bewusst den kosmischen Kräften öffnen und sie so durch uns hindurch in die Welt hinein entlassen, so sollten wir auch im Tagesgeschäft für diese Energien offen sein und sie im Handeln jederzeit zur Wirkung bringen. Tun wir das nicht, dann verhalten wir uns wie die typischen, allzu häufig anzutreffenden Kirchgänger, die sonntags eine Stunde lang das Gute pflegen, in der restlichen Woche aber genau das praktizieren, was als Übel gilt. Darum:

Sei die Veränderung – in jedem Moment ...

Es gibt statistische Erhebungen, die beweisen, dass eine kleine Geste der Dankbarkeit dem Autofahrer gegenüber, der am Zebrastreifen anhält, um dem Fußgänger Gelegenheit zu geben, die Straße sicher zu überqueren, das soziale Miteinander stärkt, die Lebensfreude und das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur im Fußgänger, sondern vor allem auch im Autofahrer bekräftigt und auf diese Weise das allgemeine Verkehrsverhalten nachhaltig positiv beeinflusst.

Die Geste an sich verrät, dass dieser Fußgänger sozial und empathisch eingestellt ist, sein Gegenüber anerkennt und im Allgemeinen rücksichtsvoll und wertschätzend mit anderen umgeht.

Er sagt damit: Ich schätze deine Rücksichtnahme. Ich finde es toll, dass du dir die Zeit nimmst, mein Anliegen zu beachten und für mich anzuhalten.

Auch der, der anhält, verfügt über dieselben Charaktereigenschaften. Es ist für ihn selbstverständlich, seine persönlichen Anliegen zurückzustellen, während er einem anderen den Vortritt lässt.

Auch wenn das Gesetz es genauso vorsieht, dass Autofahrer anhalten sollten, so wird der Fußgänger, der am Zebrastreifen wartet, öfter einmal als jemand verstanden, der eine Absicht bzw. einen Wunsch anzeigt, und nicht als jemand, der sein Recht auf seine Teilnahme am Straßenverkehr kundtut. Während Autofahrer in Österreich grundsätzlich am Zebrastreifen anhalten und dem Passierenden den Vorrang lassen, so wird der Wartende in Deutschland gerne mal stehen gelassen, vor allem, wenn der Verkehrsfluss durch ihn ins Stocken kommen würde. Er soll auf die Lücke warten, die sich früher oder später einstellen wird. Manchmal sehr viel später ...

Dass es zu Verzögerungen kommt, ist in jedem Lebensbereich der Fall, wenn man Schwächeren einen/ ihren Platz einräumt, den sie per se verdient haben. Wenn man sie nicht darauf warten lässt, dass es irgendwo die Nische und die Lücke gibt, in der sie ihren Teil vom Raum haben können, weil kein anderer ihn mehr braucht, sondern ihnen diesen im laufenden Geschehen aktiv einräumt.

Was geschieht im allgemeinen Miteinander, wenn man das tut? Genauso, wie es im Verkehrsverhalten eine Veränderung zum Positiven gibt, so fördert Rücksichtnahme immer eine höhere Lebensqualität für alle, nicht nur für die Bedürftigen. Der empathisch Handelnde freut sich selbst an der Fairness und darüber, dass es allen in diesem Moment gutgeht, nicht nur ihm, dem Stärkeren. Er bestätigt dem Alten oder Kranken dessen Recht auf Dasein und Teilhabe und verdrängt ihn nicht nochmals mehr, wie der Rücksichtslose dies tut.

Mitunter ist das Lächeln, das der Fußgänger dem achtsamen Autofahrer aus Dankbarkeit schenkt, das Winken oder auch nur das anerkennende Nicken das Highlight des Tages für diesen Menschen. Generell sollte mehr gelächelt werden. Generell sollte das Alltagsleben verlangsamt werden. Überhaupt sollten die Schwachen als Orientierung dienen, anstatt als Hindernis beim zügigen Vorankommen begriffen zu werden. Wohin sind wir denn so eilig unterwegs, dass für Mitmenschlichkeit keine Zeit bleibt? Was ist so viel wertvoller und lebenswerter als der Augenblick an sich und das wertschätzende, freundliche soziale Miteinander?

Imagine! ...was für einen Unterschied es macht, wenn wir entschleunigen und uns den kleinen Moment Zeit nehmen, um wirklich DA zu sein! In Wertschätzung und Dankbarkeit, in Achtsamkeit und Entgegenkommen. Darum: vom Sofa nehmen wir als Krieger des Friedens genau das mit und machen so auch im Alltag die Welt da draußen zu einem besseren Ort.

An jedem Freitag des Jahres findet von 18:00 bis 18:20 Uhr CET eine gemeinschaftliche Meditation statt. Jeder ist willkommen und kann bei sich daheim auf dem Sofa sitzend oder sogar liegend teilnehmen. Wer sonst nicht meditiert und vielleicht noch keine Ahnung davon hat, was man tun muss, kann sich an dieser kleinen Anleitung orientieren.

Die Teilnahme an diesen Meditationen ist denkbar einfach, so, wie das Meditieren generell leicht und mühelos sein sollte. Wir müssen uns dafür nicht im Lotussitz verknoten, wir müssen nicht in die Einsamkeit der Natur wandern oder uns auch nur verkrampft aufrechthalten. Im Gegenteil können wir ganz entspannt, so, als würden es uns zu unserer Tasse Kaffee oder Tee auf dem Sofa gemütlich machen, hinsetzen, die Augen schließen und uns lediglich all das Schöne vorstellen, was diese Welt so lebenswert macht. Natürlich sollte es ruhig sein und müssen wir dafür sorgen, dass wir nicht gestört werden und nichts und niemand unsere Aufmerksamkeit benötigt. Wir widmen diese Zeit all dem, das wir uns für diese Welt wünschen, und verbringen diese zwanzig Minuten im Gefühl der Dankbarkeit und in der Liebe zur Schöpfung. Schweifen die Gedanken ab und wenden sich Alltagsfragen zu oder verarbeiten das Tagesgeschehen, wird uns das irgendwann bewusst und wir lenken sie gezielt zurück zu den Bildern.

Wer mag und für wen es einfacher ist, der kann selbstverständlich ein Mantra verwenden, um seine Gedanken gezielt zu fokussieren und die äußere Welt ganz auszublenden. Vom einfachen OM über komplexere Mantras kann man auch Glaubenssätze integrieren, um den Gedankenstrom zu regulieren. Diese sollten immer eine positive Haltung untermauern und keine Verneinung enthalten. Genauso, wie man einen Heilungsprozess nicht mit den Worten: "Ich bin nicht krank" unterstützt, sondern die Feststellung: "Ich bin gesund" wahrwerden lässt.

Besonders hilfreich und essenziell ist die Besinnung und wiederholte Rückbesinnung auf den Atem, den wir bewusst wahrnehmen in seinem gleichmäßigen Ein- und Ausfließen. Dass wir außerdem unseren eigenen Sitz spüren und uns gewahr sind, dass wir sitzen, bedeutet ebenfalls, dass wir uns vollends an den Augenblick, an das Hier und Jetzt überantworten. Das ist der Ort, an dem wir sein sollten, denn es ist alles, was wir in Wahrheit sind und besitzen. Nicht nur stärken wir auf diese Weise unser Wurzel-Chakra – unser Urvertrauen und unser Recht auf unser Dasein –, wir erlauben in diesem Moment auch allen anderen Lebensenergien frei zu fließen, obwohl wir nichts weiter tun, als wirklich präsent zu sein.

Und so sitzen wir zusammen auf dem Sofa und helfen mit, dass sein darf, was IST


Bekannte Persönlichkeiten und Anhänger der Transzendentalen Meditation

In den 1960/ 1970er Jahren: The Beatles (alle vier Mitglieder), The Beach Boys (Mike Love wurde sogar TM-Lehrer), Donovan (Sänger), Mia Farrow, Prudence Farrow und Shirley MacLaine (Schauspielerinnen), Mick Jagger und Brian Jones von den Rolling Stones und Joe Namath (Football-Star).

Langzeitpraktizierende sind: David Lynch (Regisseur, aktiver Förderer), Jerry Seinfeld (Komiker, praktiziert seit über 40 Jahren), Oprah Winfrey (Medienmogul), Clint Eastwood und Hugh Jackman (Schauspieler), Katy Perry und Lady Gaga (Sängerinnen), Ellen DeGeneres (Talkshow-Moderatorin), Jennifer Aniston und Nicole Kidman (Schauspielerinnen), Martin Scorsese (Regisseur), Russell Brand (Komiker), Moby (Musiker), Ray Dalio (Investor).



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